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Tansania

Aufgrund von Corona waren wir in einem Camp die einzigen Gäste

Liebe Frau Sears,

herzlichen Dank für die Organisation dieser supertollen Reise. Obwohl zwischen der Idee und dem Abflug nicht einmal 2 Wochen lagen und wir nach der Flugplanänderung des Langstreckenflugs noch kurzfristig von Ethiopian auf Quatar umbuchen mussten, haben Sie die Reise sensationell gut auf die Beine gestellt – und das zu Corona-Zeiten – großes Kompliment dafür!

Aufgrund von Corona waren wir in einem Camp die einzigen Gästen, in zwei anderen gab es außer uns noch 2 weitere Gäste. Lediglich im Norden der Serengeti war das Camp komplett ausgebucht – von Fülle aber keine Spur. Bedingt durch die geringe Belegung war der Service sehr persönlich und die Mitarbeiter waren froh, endlich einmal wieder internationale Gäste betreuen zu dürfen. Gerade in den ersten drei Camps haben wir uns intensiv mit den Mitarbeitern ausgetauscht und nicht nur über Corona gesprochen, dies war wirklich schön. Durch die geringe Gästezahl konnten wir die Tiere sehr „exklusiv“ beobachten. Allerdings hatten es die Guides deutlich schwerer als normal üblich, da nicht so viele andere Autos unterwegs waren, die entsprechende Sightings kommunizieren konnten. Umso schöner waren all die Tierbeobachtungen. Wann hat ein Reisender in der Hochsaison die Möglichkeit einen Leoparden inmitten fressenden Elefanten über eine halbe Stunde ohne ein weiteres Fahrzeug zu genießen, mit lediglich einem Fotografen in einem anderen Auto über eine Stunde 20 (!!!) spielende Löwenkinder zu betrachten  oder bei einem Crossing des Mara-River in der Nordserengeti eine viertel Stunde allein und anschließend mit einem weiteren Auto die querenden Gnus anzusehen. Eine Erfahrung die für uns großartig war aber für die tansanische Bevölkerung eine mittelschwere Katastrophe darstellt, da an jedem Urlauber ca. 10 Arbeitsplätze in Tansania „hängen”.

Das COVID-19-Management beginnt bereits am tansanischen Flughafen mit Temperaturmessung und unglaublich viel Händedesinfektionsmittel. Bei jedem Betreten eines Autos, einer Lodge oder einer Cessna werden erneut die Hände desinfiziert. Das Personal in den Lodges war, bevor sie angefangen haben zu arbeiten, für zwei Wochen in Quarantäne, sodass das Risiko einer Infektionsübertragung minimiert wird. In den Nationalparks sind zusätzliche Handwaschbecken installiert, bei denen das Wasser sowie die Seife mittels Fußpedal angefordert wird. Alles funktioniert mit Bedacht und nach klaren SOP´s.

Lediglich am Gepäckband in Frankfurt, als neben uns Mallorcaurlauber ohne Mindestabstand ihre Koffer einsammelten, hatten wir ein „komisches“ Gefühl. So viele Menschen hatten wir in den letzten beiden Wochen nicht gesehen.

Die Fülle der Erlebnisse gilt es nun zu verarbeiten, sich zurück zu erinnern und die über 5000 Fotos zu sichten. Bis zu unserer nächsten Safari, hoffentlich in 2021, sollte dies aber zu erledigen sein.

Danke für diesen Traumurlaub sagt die N.-Family

Photo by Justin Lane on Unsplash